20-Jahre-Naturheilpraxis

Kann hochdosiertes Vitamin C Leben retten?

Erkenntnisse aus Shanghai lassen bei COVID-19 hoffen.

Eine bemerkenswerte Beobachtung konnten Wissenschaftler aus China bei der Behandlung von Patienten, die an Sars-Cov-2 erkrankten und stationär behandelt wurden, machen. 

Dr. Enqian Mao berichtete einem internationalen Team aus Medizinern und Wissenschaftlern im Rahmen einer online-Konferenz darüber. Mao ist Leiter der Abteilung für Notfallmedizin am Ruijin-Krankenhaus, Shanghai, das dem Joatang University College of Medicine angegliedert ist. Gleichzeitig ist er Mitglied des Shanghai Covid-19 Kontroll- und Vorsorge-Teams.


Dr. Mao verabreichte ca. 50 mittelschwer bis schwer an Covid-19 erkrankten Patienten intravenös hochdosiertes Vitamin C. Bereits innerhalb der letzten 10 Jahre konnte er mit dieser Methode Menschen, die an akuter Pankreatitis, Sepsis oder chirurgischen Wundheilungsstörungen litten, helfen. Die eingesetzten i.v.-Vitamin-C-Dosen betrugen zwischen 10.000 mg und 20.000 mg pro Tag, verabreicht über einen Zeitraum von 8-10 Stunden. Insgesamt wurden diese hohen Dosen über einen Zeitraum von 7-10 Tagen injiziert. Oxygenierungsindex und Gerinnungsstatus wurden als relevante Parameter für den Schweregrad der Lungenentzündung betrachtet. Patienten mit einem schweren Verlauf erhielten täglich 20 g, die mit moderatem Verlauf 10 g. 


Die Ergebnisse der Behandlung waren durchweg erfreulich. Der Zustand aller Patienten, die mit intravenösem Vitamin C behandelt wurden, verbesserte sich, niemand starb. Außerdem konnte der stationäre Aufenthalt von durchschnittlich 30 Tagen um 3-5 Tage verkürzt werden. Selbst ein schwersterkrankter Patient konnte durch hochdosiertes, intravenös verabreichtes Vitamin C (IVC) geheilt werden. Er erhielt einen Bolus von 50.000 mg über vier Stunden. Sein Zustand verbesserte sich zusehends in „real time“. Bei keinem der mit IVC behandelten Patienten wurden Nebenwirkungen gemeldet.


Dr. Sheng Wang, Professor für Intensivmedizin des 10. Krankenhauses von Shanghai, der ebenfalls im Senior Clinical Expert Team des Shanghai Covid-19 Control and Prevention Team tätig ist, bestätigte die Erfolge durch IVC. Er stellte fest, dass Covid-19-Patienten eine hohe Hyperkoagulabilität besitzen. Anteilsmäßig ca. 40 % der schwererkrankten sowie 15 % bis 20 % der moderat erkrankten Patienten. Daher wurde dieser Patientengruppe zusätzlich als Schutz vor Thrombosebildung Heparin verabreicht.


Sowohl Dr. Mao als auch Dr. Wang betonten außerdem, dass kostbare Zeit verloren gehen könnte, wenn nicht rechtzeitig intubiert würde. In kritischen Phasen verlören Ärzte bis zu 30 min, um bei einer indizierten Intubation die notwendige Schutzkleidung anzulegen, was für den Verlauf einer Heilung des Patienten entscheidend sein könnte. Daher plädieren beide, zum einen den Zeitpunkt der Intubation so früh wie möglich zu wählen, zum anderen frühzeitig Schutzkleidung zu tragen, um dem Patienten die bestmögliche Prognose zu gewähren.


Die Erfahrungen zu Behandlung mit IVC von Covid-19-infizierten Personen werden als Publikation derzeit vorbereitet.

Quellen: